Best.Nr. 12021 Modellbaubogen Griechischer Hoplit

L/H/B/ 12x8x24 cm. Mst. 1:9. Serie mit 3 Bogen A4.

Im antiken Griechenland gab es fast alljährlich militärische Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Stadtstaaten. Jeder männliche Bürger einer Stadt war auch Soldat und musste sich beim Ausbruch eines Krieges zur Verfügung stellen. Die militärische Stellung entsprach der sozialen Stellung, da jeder Bürger für seine Ausrüstung selbst aufkommen musste. Adlige konnten sich neben Rüstung und Waffen auch Pferde leisten und erlangten so auch höhere militärische Ämter. Der Adel finanzierte in der Regel auch die Kriege. Die Schlacht selbst wurde meistens durch das einfache Fußvolk im Kampf Mann gegen Mann entschieden. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der nichtadligen Bevölkerung veränderte sich auch die Kriegsführung. Im 5. Jahrhundert vor Christus wurde an Land nicht mehr Mann gegen Mann, sondern in einer Phalanx gekämpft. Eine Phalanx bestand aus mehreren Reihen von Soldaten, die in einer Linie standen und eine Wand aus ihren Schilden bildeten. Die Soldaten der Phalanx nannte man Hopliten. Das vorliegende Modell zeigt einen Hopliten. Er war bewaffnet mit einer Stoßlanze und mit einem Kurzschwert, das eingesetzt wurde, wenn die Lanze zerbrach. Als Schutz diente ein runder Holzschild mit einem Bronzerahmen. Manche Schilde waren auch vollständig mit Bronze überzogen. Üblicherweise wurde ein Schild mit dem Familienwappen oder einem anderen persönlichen Zeichen des Besitzers verziert, in Sparta und später auch in anderen Städten wurden einheitliche Schildzeichen eingeführt. Als Brustpanzer trug der Hoplit einen Glockenpanzer aus Messing. Die Beinschienen waren aus Bronze. Aufgrund der Verwendung mehrerer Metalle war die Ausrüstung eines Hopliten ziemlich teuer. Hopliten, die aus ärmeren Schichten stammten, verzichteten daher auf einige Ausrüstungsgegenstände oder fertigten sie aus leichteren Materialien an.